Die Aktion Medienfreiheit ruft die Stiftung Zürcher Journalistenpreis auf, Charlotte Jacquemart und Daniel Hug den Zürcher Journalistenpreis 2007 abzuerkennen. Dieser wurde ihnen aufgrund einer Artikelreihe über die Fusion der Swissfirst mit der Bellevue Bank verliehen. Am letzten Sonntag hat sich die "NZZ am Sonntag" für diese Artikelserien entschuldigen müssen.
Unter den Preisträgern des angesehenen Zürcher Journalistenpreises 2007 befanden sich Charlotte Jacquemart und Daniel Hug von der "NZZ am Sonntag". Die mit 7'000 Franken verbundene Anerkennung erfolgte für deren Artikelreihe über die Fusion der Swissfirst mit der Bellevue-Bank.
In ihrer neuesten Ausgabe hat sich die "NZZ am Sonntag" auf richterliche Anordnung in aller Form für diese irreführende, tatsachenwidrige Artikelserie entschuldigen müssen. Mehrfach hatten die Journalisten Jacquemart und Hug behauptet, der Zusammenschluss zwischen Swissfirst und Bellevue-Bank habe die Pensionskassen in Millionenhöhe geschädigt. Auch haben die beiden Autoren suggeriert, es seien Schmiergelder eingesetzt worden, um die Anlageverantwortlichen von Pensionskassen zum Verkauf von Swissfirst-Aktien zu bewegen.
Sämtliche dieser Behauptungen haben sich als falsch erwiesen. Die genannten Transaktionen führten weder bei den Pensionskassen und deren Versicherten zu einem Vermögensschaden, noch flossen irgendwelche Leistungen an die Pensionskassenverwalter. Die Artikelserie bedeutete für den damals journalistisch an den Pranger gestellten Thomas Matter eine schwere Persönlichkeitsverletzung. Er musste seinen Posten räumen, die Swissfirst besteht nicht mehr, es wurden Dutzende von Arbeitsplätzen vernichtet.
Dass journalistische Fehlleistungen nicht nur Personen, sondern ganze Firmen vernichten können, ist die eine Seite des Problems. Die andere besteht darin, dass die Urheber solcher journalistischer Fehlleistungen noch durch prestigeträchtige Preise und Geldzahlungen belohnt werden.
Dies stellt die Glaubwürdigkeit des Zürcher Journalistenpreises ebenso wie jene des Zürcher Pressevereins als dessen Trägerschaft in Frage. Die Aktion Medienfreiheit hat deshalb die Stiftung Zürcher Presseverein aufgerufen, den Journalisten Charlotte Jacquemart und Daniel Hug den Journalistenpreis 2007 abzuerkennen.
Für Rückfragen: Nationalrat Filippo Leutenegger (Präsident), Tel. 079 447 99 07 Nationalrätin Natalie Rickli (Vizepräsidentin)
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